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Kredit ohne Schufa

Kreditkosten

Kreditkosten

Geld zu leihen kostet Geld. Je nach Art und Umfang eines Kredites entstehen dem Kreditnehmer Kosten, auch Fremdkapitalkosten genannt. Sie setzen sich aus Zinsen, Provisionen und Bearbeitungsgebühren des kreditgewährenden Unternehmens zusammen.

Die Höhe der Gesamtkosten eines Kredites richten sich nach Laufzeit, Höhe und Kreditart. Für jede Kreditform zahlt man als Kreditnehmer Zinsen, sogenannte Sollzinsen (Nominalzinsen). Die Angabe der Zinsen erfolgt in Prozent. Diese Prozentangabe bezieht sich auf die Kreditsumme, somit im Verlauf eines Kreditrückzahlung jeweils bei Zinsabrechnung auf die noch vorhandene Restschuld.

Zinsen für einen Kredit können fest oder variabel vereinbart werden. Bekommt man einen festen Zinssatz, so hat man als Kreditnehmer eine feste Kalkulationsgröße. Fallen allerdings die Zinsen, wie aktuell im Rahmen der Finanzkrise, ist die variable Zinsvereinbarung flexibler. Man wartet die Zinsniveauentwicklung bei fallenden Zinsen ab, um erst bei einer Stabilisierung auf eine Festzinsvereinbarung zu wechseln.

Es gibt auch Kreditformen, die nur variable Verzinsung ermöglichen. Aktuell wird dann die Verzinsung dem aktuellen Marktzins angepasst, beispielsweise bei Dispositionskrediten auf Girokonten. Auch Kontokorrentkonten von Selbstständigen oder Unternehmen sind derartig verzinst. Je nach Art der Kreditform erfolgt die Abrechnung der Zinsen monatlich, nach Quartal, halbjährlich oder jährlich.

Beantragt man einen Kredit, so werden nach Bereitstellung der Kreditsumme weitere Kreditkosten in Form von Bearbeitungsgebühren der Banken fällig. Diese Kreditkosten fallen einmalig an, betragen zwischen 1 - 3 Prozent der Darlehenshöhe und werden beispielsweise in die Rückzahlungsraten eingerechnet.

Weitere Kreditkosten können je nach Kreditart mit einem sogenannten Disagio entstehen. Hierbei handelt es sich um eine Abzinsung, die prozentual von der bereitgestellten Darlehenssumme einbehalten wird. Wenn man nicht direkt mit dem kreditgebenden Institut in Kontakt tritt, alternativ ein Kreditvermittler tätig wird, entstehen zusätzlich Vermittlungskosten. Diese Provisionen für die Kreditvermittlung betragen bis zu 5 Prozent und werden fällig, sobald der Kredit erfolgreich zustande gekommen ist.

Mittlerweile bieten viele Direktbanken oder Hausbanken im Rahmen ihrer Onlineangebote im Web kostengünstige Ratenkredite und Sofortkredite, die auf eine Bearbeitungsgebühr weitgehend verzichten. Es lohnt sich, mittels eines unabhängigen Vergleichrechners im Internet die Konditionen mit den dazugehörigen Kreditkosten gründlich zu vergleichen.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Verbraucher den Allgemeinen Geschäftsbedingungen widmen, damit man nicht durch ein paar schnelle Klicks einen Kredit mit unerwartet hohen Kosten beantragt. Vereinbart man einen Kredit, den man nicht sofort abrufen möchte, fallen für die Wartezeit sogenannte Bereitstellungsprovisionen zwischen 1 - 3 Prozent an. Das begründet sich in der Tatsache, dass für diese Zeit bis zum Abruf des Kredites keine Zinsen berechnet werden.

Aus Sollzinsen, Bearbeitungsgebühren und Disagio setzt sich der Effektivzinssatz zusammen, der die Gesamtkosten eines Kredites verdeutlicht. Es ist ratsam, für ein Kreditgesuch einen Vergleich der Effektivzinsen unter mehreren Anbietern durchzuführen. Teilweise lassen sich zwischen vergleichbaren Kreditangeboten deutliche Kostenunterschiede feststellen. Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest geben in ihrer Rubrik zu Finanztests hilfreiche Anhaltspunkte zu empfehlenswerten Kreditanbietern, die eine faire und marktgerechte Kostenstruktur nachweisen können.